meine ernährung während der therapie – rückblick

und ja, ein bisschen spät… aber ich da ich wegen meiner nachsorge vor einigen tagen über meine chemo- bzw. behandlungstagebücher gestolpert bin, habe ich mich entschieden, ein paar beträge über meine persönlichen helferlein zu verfassen. aber bitte daran denken, das ist meine persönliche erfahrung und bedeutet nicht zwingend, dass es jemand anderem auch genauso hilft.

1. ERNÄHRUNG

mein persönlich wichtigster teil, vor allem während der chemo, ist die ernährung. um raus zu finden, was mir während der chemo gut tut und was nicht, habe ich meine tage dokumentiert. somit wusste ich eigentlich schon bei der zweiten runde chemo, was meinem magen gut tut und was zu belastend war. grundsätzlich habe ich alles weg gelassen, was den körper belastet und entzündungsfördernd ist. ich habe alles aufgesaugt was es zum thema nahrungsmittel während der chemo und bestrahlung zu finden gab. es gibt ja auch nahrungsmittel, die z. b. die wirkung der chemo beeinflussen können. sowohl positiv, als auch negativ.

  • kein weißmehl (sogar ein tipp der chemoärzte) – ich habe jedoch schon vorher komplett glutenfrei gegessen
  • keine laktose, da man während der chemo unverträglichkeiten entwickeln kann
  • so wenig salz wie möglich – desto weniger reagiert u. a. das kortison im körper mit wassereinlagerungen
  • kein zucker – nein, gar kein zucker, d. h. auch kein nachgeben bei evtl. heisshungerattacken durch das kortison (welche ich nie hatte)
  • kein alkohol
  • kein kaffee
  • kein schwarzer tee
  • kein pfefferminztee
  • kein salbeitee
  • fencheltee, gut für den bauch
  • täglich ca. 2gr frische brokkolisprossen (höchster sulforaphangehalt – siehe uni heidelberg)
  • täglich, soweit es mein chemomagen zuließ einen grünkohl-smoothie mit apfel, karotte, mandel – 1 bis 2 tage nach der EC war mein magen sehr empfindlich und ich konnte erst am 3. tag frisches gemüse essen
  • morgens hirsebrei mit gekochtem apfel – gut für die haut, nägel und schleimhäute
  • keine wurst
  • sehr wenig fleisch, wenn dann nur huhn (kein rotes fleisch, kein schwein)
  • sehr kohlehydratreduziert, dafür viel fett
  • kein sonnenblumenöl (schlechtes omega-verhältnis, entzündungsfördernd)
  • viel stilles wasser trinken (bei mir waren es ca. 2-3l)
  • die mahlzeiten auf viele aufteilen – und ich hatte unglaublich viel hunger!
  • kefir – aber NICHT während der bestrahlung
  • relativ viel fisch
  • keine nahrungsergänzungsmittel außer equinovo (die einnahme von nem’s sollte immer vorher mit den ärzten abgeklärt werden)
  • gemüse dämpfen
  • während der bestrahlung lebensmittel mit antioxidantien vermeiden
  • täglich equinovo tabletten (enzyme zur unterstützung der schleimhäute und gelenke) – nicht am chemo-tag, schlecht für meinen magen

ich habe während der ganzen therapie weder zu- noch abgenommen. kein erbrechen. übelkeit nur am ec-chemotag, keine mundschleimhautentzündung. keine verfärbten oder verlorenen nägel. kein metallischer geschmack im mund. das geschmacksempfinden hat sich zwar während der chemo verändert, aber bei weitem nicht so stark wie befürchtet. im nachhinein betrachtet, habe ich keine abneigungen gegen lebensmittel entwickelt. trotz des kortison, hatte ich keine wassereinlagerungen und nur einen tag ein rotes kortison-mond-gesicht während paclitaxel.

meine ernährung habe ich im großen und ganzen beibehalten. man kann sagen, ich ernähre mich low carb high fat. ich esse viel fisch. wenig fleisch. so gut wie keine wurst, da ich kein nitritpökelsalz zu mir nehmen möchte. viel gemüse mit hochwertigem olivenöl. meine ärztin hat mir geraten, auf bio milchprodukte zu achten. um eine übermäßige hormonbelastung zu vermeiden. mittlerweile mache ich meinen joghurt aus kokos- und mandelmilch selbst. auch mein brot backe ich selber und für mein tägliches müsli gibt es selbst gemachtes granola. ich achte auf regionale lebensmittel. mein einziges laster… rotwein. doch auch der soll ja in maßen gesund sein 😉

mein fazit: ich würde es wieder genauso machen. es hat mir an nichts gefehlt und auch meine blutwerte waren und sind nach wie vor top. und das bestätigt mich immer wieder!

as cool as i could be…

… zu meiner 3. nachsorge dieses jahr.

ja, da war sie. die bereits 3. nachsorge dieses jahr, vor gut einer woche.

kurz und knapp, es ist alles unauffällig!

diesmal war ich auffällig cool. bis zum frühstück des nachsorgetages. aber das war zu verkraften. grundsätzlich muss ich feststellen, dass ich dieses jahr entspannter zu den terminen gehe als letztes. da war es unfassbar unentspannt. auch das meta-männchen im köpfchen ist wohl im urlaub. und da kann es auch bleiben. es meldet sich nämlich nur sehr sehr selten.

in diesem sinne, auf einen schönen sommer! (weiterhin)

MEIN BLOG ZIEHT UM!

denn… aufgrund der datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zieht mein blog, welcher bisher über wordpress.com gehostet wurde, auf einen anderen webspace um. mit wordpress.com wurden die daten bisher in der USA verarbeitet und es kommen auch umstrittene plugins zum einsatz, welche derzeit nicht datenschutzkonform verwendet werden können.
der umzug führt jedoch leider dazu, dass die praktische follower-funktion ab sofort wegfällt. ABER der blog wird weiterhin über unfuckingfassbar.me erreichbar sein. wer nach wie vor regelmäßige updates vom blog erhalten möchte, der kann unter nachfolgendem link einen newsletter abonnieren: unfuckingfassbar.me/newsletter
also praktisch fast alles wie beim alten 🙂
auch wenn mich meine schreibwut eher selten aber regelmäßig packt, würde ich mich über jeden von euch freuen, der mit mir umzieht.
in diesem sinne, bis bald 🙂

730…

… tage. sind es heute!

730 tage krebsfrei. am 12. mai 2016 hatte ich meine brusterhaltende op. und seitdem blieb das schalentier meinem tempel fern. diese woche bekam ich meinen MRT befund und auch der war unauffällig. somit ist es offiziell.

und weil das so bleibt, werde ich mir heute abend einen einschenken. einen rotwein. den ganz guten!

und dem ist ja eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen!

2 jahre später. bestandsaufnahme

vor genau 2 jahren hatte ich meine letzte chemo. unfassbar wie die zeit vergeht. manchmal kommt es mir gar nicht so vor. doch meistens fühlt es sich an, als wäre es noch viel länger her.

eigentlich hatte ich schon nen mordslangen beitrag verfasst, also noch länger als dieser. aber irgendwie ist mir doch nicht nach drum rum reden.

im großen und ganzen ist alles tutti frutti. denn sowohl körperlich als auch psychisch geht es mir sehr gut.

also zu den fakten!

  • ich habe keinen husten mehr. keine ahnung seit wann. irgendwann die letzten wochen fiel es mir auf. find ich gut!
  • nach wie vor bin ich zeitweise sehr schnell erschöpft und müde. meine aufmerksamkeitsspanne ist an manchen tagen recht kurz und ohne notizen geht mittlerweile fast nichts mehr
  • ich schlafe noch immer gut und hatte damit zum glück nie probleme
  • wie schon in einem vorherigen blogpost erzählt, ist mein blutdruck zu hoch. das kann durchaus eine spätfolge der chemo sein. mittlerweile hab ich aber festgestellt, dass es eher eine kopfsache ist. je ausgeglichener ich bin, desto besser mein blutdruck. vll auch eine unglückliche kombination aus beidem. also immer schön am gelassen sein arbeiten.
  • diskutieren war vorher schon nicht meine welt. jetzt liegt ein universum dazwischen. wenn mich das überfordert kann ich dann auch richtig garstig werden. manchmal, wenn ein gespräch zu lange dauert und eigentlich schon fertig ist, schalte ich ab. da kann ich nicht mehr folgen. denn was durch ist, ist durch und muss auch nicht mehr abgehandelt werden. und meine meinung kann dann schon mal schneller aus mir rausplatzen als früher.
  • mein bindegewebe ist gefühlt 10 jahre älter als es in meinem ausweis steht. aber das ist tatsächlich ’nur‘ eine feststellung. wobei ich schon während der chemo gemerkt habe wie sehr sich meine haut und das bindegewebe verändert. also immer schön pflegen.
  • seit gut einem jahr muss ich mindestens 1x die woche zur lymphdrainage. seit ich zurück im büro bin, geht ohne leider nichts mehr. hab ich keine, schmerzt die brust, die achsel und der oberarm wird taub.
  • mehr als ein akustisches medium überfordert mich. das heißt, wenn wir uns unterhalten ist radio oder tv suboptimal. oder auch durcheinander reden. ein lokal mit viel hintergrundgeräuschen geht für ein paar stunden. klar, aber danach bin ich kaputt, als hätte ich die nacht durchgemacht
  • zu meinen gefühlen. ich fühle mich manchmal fehl am platz. nicht in meinem leben. sondern fehl im alltag mit anderen. der alltag läuft wie eine maschinerie an mir vorbei. oft ist es schwer alles unter zu bekommen und manchmal möchte ich einfach nur ausbrechen… so schön es ist, wenn man zurück in der routine ist, es ist harte arbeit. für mich.
  • meine ängste halten sich in grenzen. klar bin ich zu den nachsorgeterminen immer etwas mehr angespannt als sonst und manchmal auch gereizt. aber ich denke das ist normal.
  • und… an jahrestagen bin ich immer komisch

manch einer mag jetzt denken, meine güte, so gehts mir auch… und ich hatte keinen krebs. ja genau, und das ist der unterschied. es läuft parallel noch so viel zusätzlich ab in einem selbst, egal ob psychisch, körperlich oder seelisch. hm, ich bin mir nämlich nicht sicher, ob ich mich tatsächlich durch die erkrankung verändert habe. viele sagen, die krankheit hätte sie verändert. ja, die sicht der dinge hat sich verändert und eher hab ich das gefühl, dass ich noch mehr ich geworden bin als vorher.

so und nu? next stop, nachsorge onko und gyn und das jährliche mrt.

und diesem sinne, auf zum nächsten jahrestag!

jod liegt in der luft…

am 13. märz war es soweit. ein weiteres kapitel wurde abgeschlossen.

am 6. november 2015 bekam ich meinen portkatheter eingesetzt. 3 tage später ging es auch schon los mit der chemotherapie. vorgestern, nach 858 tagen komplikationsfreier zusammenarbeit, durfte mein port in die verdiente rente.

während ich meinen port unter vollnarkose gelegt bekam, kam er unter örtlicher betäubung raus. doch irgendwie kamen dann doch komische, gemischte gefühle auf. denn in dieser klinik war ich seit ende meiner chemo vor fast 2 jahren nicht mehr. ganz automatisch fanden meine füße den weg in das richtige gebäude und stockwerk, ohne groß nach zusehen wohin ich eigentlich muss. und dann war da dieser seltsame geschmack der spritze vom port spülen nach der chemo im mund… und doch ist alles so unglaublich weit weg. dann gab es am montag erstmal die vorbesprechung. und anschließend einen schönen mama-kind-tag. am dienstag war ich dann um 14 uhr dran. nüchtern. 6 std ohne essen. 2 std ohne trinken. jeder der mich kennt, weiß, dass das auf mein gemüt geht. aber da die op erst um 14 uhr war, hab ich gaaaaanz langsam gefrühstückt und bis 12 uhr ca. 1.5l wasser getrunken. um ja kein ich-verdurste-gefühl zu bekommen. kaum bei der anmeldung ging es auch schon los. umziehen, in den anästhesieraum, dann in den op raum. zugang für ein bisschen leckmichamarsch legen. 3x jod. abkleben. dann die betäubung. also die aussage des chirurgen, dass die spritze beim zahnarzt fieser wäre… konnte ich nicht bestätigen… schlauch ziehen nicht gemerkt. verwachsenen port lösen…. äh…. gemerkt. ich musste tatsächlich einmal quieken. natürlich wurde ich gleich gefragt, ob ich nochmal was brauche. da mir der chirurg aber versicherte, dass es nur noch 30 sekunden dauert, haben wir es dabei belassen. veröden. nähen. stripes. pflaster. fertig. 30 minuten um. nein, ich habe meinen port nicht mit genommen und auch nicht nochmal angesehen. bei weisheitszähnen hielt ich es auch immer so.

um ehrlich zu sein, es war für mich kein hochemotionaler moment. was vll auch daran liegt, dass es zeit war. er hat mich nie gestört. ich hatte nie ein fremdkörpergefühl. und jetzt war es einfach soweit, das er raus durfte. mein eigenes körpergefühl hatte das mit meiner onkologin abgeklärt. mein unterbewusstsein hat sich aber anscheinend sehr wohl damit auseinander gesetzt. geträumt hatte ich diese nacht nämlich nicht gut. und das hab ich sehr sehr selten.

erster pflasterwechsel verlief auch bereits problemlos. schmerzmittel sind allerdings durchaus angenehm. zugegeben, das einsetzen war nicht so unangenehm. glaube ich zumindest… denn irgendwie kann ich mich an keine der schmerzen mehr richtig erinnern.

nun, diese woche darf ich noch zuhause bleiben. ich soll mich eine woche schonen und erst danach wieder belasten und sport treiben. ja und dann? es kommt ein sommer ohne port. ich kann wieder oberteile tragen, ohne das sie am port reiben. das gleiche gilt übrigens für den sicherheitsgurt. das es tatsächlich so ist, werde ich aber wohl erst realisieren, wenn ich pflasterfrei an mir runter schaue, und keinen herausragenden knopf sehe.

>>lieber port, danke für deine dienste. wir werden uns nie mehr brauchen. was natürlich auch für deine verwandten gilt. genieße deinen lebensabend. so wie ich!<<

die problematik der bewältigung…

dabei geht es nicht um die bewältigung meiner erkrankung, zumindest nicht vorrangig. sondern schlicht und ergreifend um die bewältigung meines alltages. so jetzt ist es raus. seit geraumer zeit ist es für mich eine heidenarbeit, meinen alltag zu bewältigen. und das fängt mit dem aufstehen morgens an. aber mal ein jahr zurück geblickt…

im februar 2017 war meine wiedereingliederung zu ende und ich hatte wieder einen vollen arbeitstag. zwar nur 7 stunden und 4 tage die woche aber ich war wieder da. grundsätzlich eine schöne tatsache. denn es gab keine behandlung mehr und ich war zurück im normalen leben. so normal es halt sein kann nach dem krebs. als ich meine stunden auf 8 erhöhte kam der druck. ich ‚muss‘ 8 stunden arbeiten um auf mein soll zu kommen. blöde psyche… und als einmal unerwartet und länger not am mann wurde wars vorbei mit meiner rosaroten arbeitsbrille. das erste mal das ich vor druck fast geheult hätte. im büro. seitdem hänge ich in einer tretmühle und tue mich sehr schwer aus zusteigen. ich sage es nur ungern und auch nur unter vorgehaltener hand, aber ich habe die zeit während meiner behandlung tatsächlich genossen. das zu tun was und wann ich es wollte und mir genau dann eine pause zuzugestehen, wann sie nötig war. jetzt ist das etwas komplizierter, denn die pause gibt es erst dann wann wochenende ist und mein freier tag.

um es mit einer buddhistischen weisheit zu sagen: wenn ich liege, sitze ich schon und wenn ich sitze, steh ich schon. wenn ich stehe gehe ich schon. wenn ich das auf mich umlege, dann renn ich bereits, obwohl ich noch sitze. es fällt mir zum beispiel mittlerweile unglaublich schwer den kopf morgens noch frei zu lassen beim zähne putzen, ohne schon an den einkauf abends zu denken. vor einem halben jahr war das noch überhaupt kein problem für mich. leider belastet mich das ganze wohl so sehr, dass mein blutdruck zu hoch ist. gut, ich habe grundsätzlich familiär einen höheren blutdruck, was für die derzeitige situation aber nicht gerade förderlich ist. so sitze ich bei der ärztin und vor mir, nach der blutdruckmessung, eine kreidebleiche arzthelferin, welche am liebsten den krankenwagen rufen würde. ja, so hoch ist mein blutdruck. so hab ich nun eine zweimonatige betablocker testphase durch und festgestellt, dass ist nix für mich. bescheidene nebenwirkungen. diese wiederum schlecht für die buchhaltung und der blutdruck wird nicht niedriger. in testphase zwei wird nun ein anderes medikament getestet und bald ein kurs zum autogenen training begonnen, in der hoffnung meinem blutdruck einhalt zu gewähren, bevor er gefäße und organe schädigt. und wäre der ganze alltag, nachsorge und rückfallsangstgedönskakk nicht schon genug, trägt das natürlich zusätzlich noch zu meinem angespannten alltag bei.

hm… ich habs. eine haushaltshilfe. das würde mir helfen. das würde mir einiges erleichtern. natürlich von der krankenkasse subventioniert. denn ich soll ja stress vermeiden. haben die ärzte seit diagnose zu mir gesagt. allesamt. deshalb arbeite ich nur 4 tage die woche. soll mich moderat bewegen und eine ausgewogene ernährung haben. was alles überhaupt keine zeit beansprucht… deshalb nehm ich weniger gehalt mit mehr zeitinvestition in einen bewussten lebensstil gerne in kauf. also könnte die krankenkasse doch locker eine hilfe springen lassen. vorallem um unnötige zukünftige kosten einer behandlung für eine herzerkrankung… oder im schlimmsten fall wiedererkrankung zu vermeiden.

ohje… das war vll ein wenig zu sarkastisch… allerdings merkt man wie angespannt ich bin… in meinem kopf dreht es sich nicht mehr darum, dass ich krebs hatte, sondern darum meinen blutdruck zu senken. und ich merke wie sich mein herz jedes mal zusammenzieht wenn ich die manschette zur messung anlege. das ist so auffällig, dass auch meine onko der meinung ist, dass es höchstwahrscheinlich eine psychische sache ist. aber, ich hab noch ein paar möglichkeiten im ärmel… also heißt es grad abwarten und austesten.

aber zu den guten dingen! meine erste nachsorge dieses jahr verlief unauffällig! blutwerte gut. leber- und lymphsono unauffällig. und termin zur portentfernung steht auch. urlaub für den spätsommer ist gebucht und ich versuche trotz tretmühle mich am arsch lecken zu lassen. zugegeben… nicht immer leicht, aber wichtig.

in diesem sinne streck ich jetzt erst mal alle viere von mir und genieße das kalte wochenende mit nix tun und blöd schauen 😏

neues jahr, gleiches glück 

ein gesundes und glückliches neues jahr allerseits!

mehr gibt es eigentlich fast nicht zusagen.

mit dem vergangenen jahr war ich sehr zufrieden. es ging ein bisschen schnell vorüber und ich hätte gerne ein bisschen mehr zeit in diesem neuen jahr. manchmal frisst das arbeitsmonster und das haushaltsmonster, gepaart mit dem arztterminmonster bisschen viel zeit weg. aber… damit kann ich leben, wenn es bei der gesundheit und dem wohlergehen bleibt!

ich bin nach wie vor rund um zufrieden. mir fällt gar nichts ein über das ich grad „jammern“ könnte. sensationell, oder!?

in diesem sinne, einen guten start in ein unfuckingfassbar gesundes, zufriedenes, erfolgreiches, liebes, erfüllendes, friedliches, ausgeglichenes, glückliches 2018 🎆🍀💟 

(sollte ich ein wichtiges adjektiv vergessen haben, bitte ich um entschuldigung) 

back on track since 365 days

heute vor einem jahr gings los. mit wiedereingliederung. ausgedehnt auf 8 wochen. beste entscheidung! was war ich nervös. was war ich unsicher und hatte angst durch mein chemobrain zu doof für die buchhaltung geworden zu sein. doch ich wurde eines besseren überrascht. ich war gut. für meine verhältnisse natürlich. aber in anbetracht der tatsache, dass zu dem zeitpunkt vieles umstrukturiert wurde mit neuem system und pipapo, kann ein bisschen eigenlob nicht schaden. ganz so euphorisch ist es heute nicht mehr. nach 8 wochen hatte ich mit urlaub abbauen und reduzierung auf einen 7 std tag tatsächlich das optimale pensum gefunden. die 4 tage woche hab ich beibehalten, aber nun bin ich seit dem sommer bei 8 std pro tag. und das, ja das bringt mich manchmal an meine grenzen. ich weiß, es gab einen blog über meinen flow, den ich erreicht hab.. aber was so eine unbedeutende stunde so auswirken kann… nach 365 tagen zurück im arbeitsalltag kann ich sagen, leicht ist anders. es braucht für mich ganz schön viel disziplin mein qi gong zu praktizieren. mein essen täglich frisch zuzubereiten. mich nicht stressen zu lassen. gelassen zu bleiben. mich an der frischen luft zu bewegen. meinen haushalt zu schmeißen. und manchmal bin ich so müde. ich will einfach nur zu hause bleiben. nichts tun. blöd schauen. und mir keine gedanken machen, ob jetzt kein qi gong diese woche meine lebenserwartung minimiert. 

dieser post ist keine beschwerde. sondern ein resümee des letzten jahres. alltagstechnisch allerdings eine unglaubliche herausforderung. in dem ich schnell mal überfordert bin. schlechte laune hab. nichts hören und nichts sehen will. aber es war ein schönes und tolles jahr. welches ich in vollen zügen genossen hab. aber so ist es wohl, das leben nach dem krebs. von einfach war wohl nie die rede. 

mut-macher

meine diagnose brustkrebs war am 21. oktober 2 jahre alt. in der ganzen zeit der therapie hatte ich einen talisman bei mir. er war bei jeder chemo dabei. bei jedem blutabnehmen. bei jedem arzttermin. bei jeder op und jeder bestrahlung. meine mama hat ihn mir geschenkt. praktisch zu meiner sentinel-op. also meiner ersten op, mit der alles begann. ein kleiner silberner anhänger Die Wundertätige Medaille. heute habe ich sie nicht mehr. deshalb der link. denn als wir dieses jahr zum zweiten mal in altötting waren, hab ich sie in einer der kirchen gelassen und mir symbolisch einen lebensbaum geschenkt. ihn trage ich heute. zu jeder nachsorgeuntersuchung und zu jedem arzttermin. und wenn ich mich danach fühle.

von der Hl. Maria gibt es somit leider kein aktuelles foto mehr. aber natürlich vom Lebensbaum.

warum ich das hier schreibe? Amoena hat zur >Mut-Macher Blogparade< eingeladen und fragt Wer (oder was) hat Ihnen während der Brustkrebs-Therapie Mut gemacht, wenn es Ihnen wirklich schlecht ging? Näheres dazu findet ihr über diesen Link Mut-Macher Blogparade

nun, bei mir war es der marienanhänger. unter anderem. denn um ehrlich zu sein, gehört bei mir ein ganzes sammelsurium dazu. familie. mein kater. mein zuhause. freunde. die natur. was aber immer mit dabei war und immer noch ist, was mir kraft gab und immer noch gibt und ich bewusst als mut-macher bei mir habe, ist diese kette. auch wenn sich der anhänger mittlerweile von der Hl. Maria zum Lebensbaum gewandelt hat.

hier somit ein vorher und nachher.